Zielsetzung des Vereins

Wiedererrichtung der Statuen der vier Philosophen

Das historische und kulturelle Erbe der Stadt Kiel

Bedingt durch den zweiten Weltkrieg hat Kiel, anders als andere Städte, wenig kulturelles Erbe. So fiel auch das am nördlichen Ende des Kieler Schlossgartens gelegene, von Martin Gropius 1873 – 1876 errichtete Kollegiengebäude der Universität Kiel im zweiten Weltkrieg den Bomben zum Opfer und wurde völlig zerstört. Die von den Berliner Bildhauern Gustav Eberlein und Carl Begas 1881 geschaffenen Portalstatuen der griechischen Philosophen Platon, Aristoteles, Solon und Hippokrates als Symbole der vier Fakultäten einer klassischen Universität wurden schwer beschädigt.
Die Ruine des Kollegiengebäudes wurde in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts mitsamt der schwer beschädigten Statuen eingeebnet und unter einem Parkplatz begraben. Bei der Wiederherstellung des historischen Schlossgartens fand man lediglich ein großes Fragment der Statue des Aristoteles. Es erhielt im Eingangsbereich des Auditorium Maximum in der Olshausenstraße seinen neuen Platz. Das Bild der vier Philosophen blieb in den Köpfen vieler Menschen und geriet nie in Vergessenheit (s. Bericht in den KN vom 18.4.2015 (s Presse).

Für die Kieler Universität räumte die Entscheidung der preußischen Regierung zur Errichtung des Kollegiengebäudes 1869 die letzten Zweifel an ihrem endgültigen Fortbestand aus. Sie hat damit auch heute noch eine große symbolische Bedeutung für unsere Christian-Albrechts-Universität. 

Die Statuen der vier Philosophen stehen in besonderer Weise für die Entwicklung der Stadt Kiel zur Universitätsstadt, die zwischen dem Jahr 1860 und 1890 von 20.000 auf 200.000 Einwohner wuchs. Sie symbolisieren zugleich die Wurzeln unserer abendländischen Kultur und Bildung. So wie Hippokrates noch heute für den Eid der Ärzte steht und Solon als Urvater der Juristen gilt, gelten Platon und Aristoteles als Vordenker für die Ethik des Staatswesens und der Philosophie sowie der Naturwissenschaften. Ihre Lehren sind heute noch überraschend modern